Das Unionsministerium für Wirtschaft und Finanzen ist seit 1999 im ehemaligen Regierungspräsidium in der Unionshauptstadt Manuri beheimatet. Nach der vorübergehenden Trennung der Ressorts "Wirtschaft" und "Finanzen" im September 2004 sind beide Fachbereiche inzwischen wieder im Ministeriumsbau beheimatet.
Der Justizpalast wurde 1890 nach den Entwürfen des Architekten Heinrich Bielemann in Auftrag gegeben. 1897 wurde er fertiggestellt und diente bis 1998 als Regierungspräsidium. Er ist im neubarocken Stil errichtet. Somit war das "Regierungspräsidium" genannte Gebäude von jeher ein Zentrum von Regierungsgewalt. Bei den Studentenunruhen in Manuri 1967/68 war das Haus Ziel von Protesten. Schäden oder Besetzungen gab es aber keine. 1995, als Manuri von einem Jahrhunderhochwasser heim gesucht wurde, erlitt auch das Haus des Bezirkes enorme Schäden in den ersten beiden Etagen.
Mit der Gründung der Demokratischen Union 1999 und dem damit verbundenen Status Manuris als Unionshauptstadt erwarb die Union das Gebäude. Das Unionsministerium für Wirtschaft und Finanzen zog ein. Eine komplette Sanierung des Gebäudes sowie Umbauarbeiten fanden 2000 statt.
Dabei wurde das Gebäude in seinem ursprünglichen Zustand bewahrt. Im Wesentlichen wurden die historische Raumabfolge, die Natursteinverkleidung der Fassaden und die Außenanlagen erhalten. Konferenz-, Presse- und Besucherräume wurden neu gestaltet und mit modernster Konferenztechnik sowie Klimatisierung ausgestattet. Sämtliche Büroräume wurden ebenfalls mit modernstem Inventar und vor allem modernster Kommunikationstechnik bestückt. Neu in das architektonische Gesamtkonzept wurde die moderne Lichtführung integriert. Im Treppenbereich und Foyer des denkmalgeschützten Baus wurden kreuzförmige lineare Deckenleuchten mit archaischen Grundkörpern und freistrahlenden Leuchtstofflampen angebracht. Die hohe Intensität und die warme Halogenfarbe erzeugen so eine angenehm offene Atmosphäre.